Daß Geocacher auch manchmal Drogenverstecke ausheben ist nichts Neues. Jetzt wurde mir von Sha das Foto eines Logs zugespielt, bei dem es genau umgekehrt ist:
Ich dachte ja erst, daß das nur ein Fake sein kann. Allerdings stimmt die Adresse des Polizeipostens inkl. Telefonnummer. Und daß da jemand einen Polizeistempel geklaut/gefunden hat und damit Caches loggt, halte ich dann doch für etwas weit hergeholt.
Da soll nochmal jemand sagen, die Polizei hätte keinen Sinn für Humor!
Sleigh bells ring, are you listening,in the lane, snow is glistening. A beautiful sight, we’re happy tonight, walking in a winter wonderland.
So in der Art habe ich mich vorhin gefühlt, als ich in Fellbach durch die Pampa gelaufen bin. Hintergrund der Aktion war ein neuer Geocache. Die meisten Geocacher sind gerne die ersten, der FTF. Und wenn da eine neue Dose rumliegt, ich sowieso gleich Feierabend habe, wieso nicht.
Gut, es schneite schon den ganzen Tag und zwischen Schrebergärten räumt natürlich niemand. Noch dazu war es ein Multicache, also nichts, was man mal eben im vorbeifahren einsammelt. Der Name lies mich dann aber schon aufhorchen: Was zirpt und zwitschert denn hier? Das hatte nichts mit Twitter zu tun, sondern mit etwas neuem, das den Cache echt interessant machte: Er baute auf mehreren Chirps auf. Ein Chirp ist ein kleines programmierbares Gerät, das Koordinaten oder Hinweise auf die nächste Stage eines Multicaches drahtlos via ANT+ an ein (aktuell bisher nur) Garmin-GPS senden kann. Nachdem ich mein Oregon 450 sowieso dabei hatte (und ich wußte, daß die Firmware auf dem aktuellsten Stand ist und Chirp unterstützt), stand einem Test nichts mehr im Weg.
Also geparkt und zu Stage 1 gelaufen. Nach einem kleinen Umweg lies ich das Oregon nach einem Chirp suchen. Funktioniert! Und zwar problemlos. Automatisch wurden die Daten für Stage 2 auf das Gerät geladen. Weiter gings. Unterwegs hatte ich schon eine Vorahnung, weil die Fußspuren vor mir immer genau da hin gingen, wo ich auch hin wollte…
Meine Vorahnung hat sich dann wenig später bestätigt: Die zwei, die mir da entgegen kamen, sahen irgendwie wie Geocacher aus. Das Grinsen der beiden auf mein „Das wars dann wohl mit meinem FTF, oder?“ zeigte mir, daß ichs jetzt nicht mehr eilig hatte. Ein kurzer Plausch und ein paar hundert Meter später hatte ich eine Dose in der Hand und ein Logbuch signiert.
Fazit: Diese Chirps sind keine schlechte Idee. Gerade, wenn man bei Sauwetter, Kälte oder Schnee Multis absolvieren will, es es von Vorteil, wenn man die nächsten Koordinaten gepusht kriegt, anstatt sie abschreiben und ggf. berechnen zu müssen. Natürlich kann man aber auch ein Rätsel aufs Garmin senden. Mir persönlich wären die Dinger aber zu teuer. Interessant werden sie, wenn sie mal die Grenze von 10 Euro durchbrochen haben. Nach unten wohlgemerkt.
Gerade eben habe ichs durch Zufall mitbekommen: Es gab wieder ein Update der Geocaching iPhone App.
Die wichtigste Neuerung ist die Anpassung an das hochauflösende Retina-Display des iPhone 4. Ich hoffe, man kann das ansatzweise anhand der Screenshots erkennen. Die Grafik ansich ist generell auch etwas „runder“ geworden.
Fast schon wichtiger finde ich persönlich aber, daß Formatierungen (bspw. Fotos), die das iPhone Display bisher gesprengt haben, jetzt an die Auflösung angepasst werden. Bisher mußte man da zur Seite scrollen. Wie gut das jetzt klappt, sieht man auf dem nächsten Screenshot gut.
Des Weiteren wurde die App lokalisiert (deutsch, französisch, holländisch, chinesisch und tschechisch). Na ja, was Groundspeak eben so unter Übersetzung versteht 😉
Die App kostet im Appstore grob 8 Euro und ist jeden Cent wert.
Ach ja: Für die Screenshots habe ich mal einen Multi-Cache genommen, den ich gelegt habe. Er heißt „75 Jahre Sommerrain“.
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